In der IT tauchen ständig neue Begriffe auf. Einer davon ist der des Edge Computers. Das sind kompakte Rechner, denen eine ganz spezifische Aufgabe zugeteilt wird. Diese führt ein Edge Computer oftmals vollautomatisch aus.

Das System ist unter anderem Teil der physikalischen Plattform für die Umsetzung von IoT-Strategien. Doch ein Edge Computer ist mehr als das. Teil des Konzepts ist es, am Einsatzort die direkte Möglichkeit zur Datenverarbeitung bereitzustellen. Ebenso gehört eine direkte Anbindung an das Netzwerk zum Edge Computer dazu.

 

Das zeichnet einen Edge Computer aus

Die Anforderungen an einen Edge Computer sind prinzipiell schnell umschrieben. Solche Systeme müssen möglichst klein und vor allem zuverlässig sein. Die Installation erfolgt mitunter an Orten, an denen wenig Platz zur Verfügung steht und der IT-Support weit entfernt ist.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich die Netzwerkfähigkeit, ansonsten ist eine Integration in die IT-Strukturen nicht möglich. Darüber hinaus muss er auch günstig im Unterhalt sein. Oftmals laufen Edge Computer rund um die Uhr bei niedriger Auslastung.

Energiesparende Komponenten sind deshalb Pflicht, um die laufenden Kosten niedrig zu halten. In diesem Zusammenhang sind lüfterlose Systeme möglich. Diese haben den zusätzlichen Vorteil, keinerlei Geräusche zu emittieren. Gleichzeitig erhöht der Verzicht auf mechanische Bauteile die Zuverlässigkeit.

Zusammengefasst muss ein Edge Computer die folgenden Kriterien erfüllen:

  • klein und kompakt
  • wartungsarm
  • niedrige Unterhaltungskosten
  • energiesparend
  • möglichst leise oder sogar geräuschlos
  • netzwerkfähig

 

Lokal statt zentral – die Idee hinter Edge Computing

Der Trend in den letzten Jahren ging zur zentralen Verwaltung von Daten und Diensten. Cloud Computing ist in aller Munde. Edge Computing geht im Prinzip die umgekehrte Richtung. Die Idee ist, am Rande einer Netzwerkstruktur Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. So erklärt sich auch die englische Bezeichnung Edge für Rand oder Kante.

Edge Computing ist jedoch keine Alternative oder Gegenstrategie zum Cloud Computing. Vielmehr gehen beide Methoden Hand in Hand. Edge Computer am Rand des Netzwerks sind tief in die Infrastruktur eingebunden und interagieren oftmals direkt mit der Cloud. So senden diese Edge Computer ihre Daten direkt in die Cloud, wo sie dann zentral zur Verfügung stehen.

 

IoT und Edge Computing in der Praxis

Computing

Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Edge Computing, und viele beschäftigen sich mit dem Internet der Dinge. Diese kompakten und energiesparenden Plattformen können automatisch Aufgaben ausführen, die Datenverarbeitung lokal vornehmen und aufbereitete Ergebnisse über das Netzwerk verschicken.

Somit entstehen autarke Datenverarbeitungspunkte am Rande der Cloud, die exakt die Rechenleistung bereitstellen, die benötigt wird. Die Liste von Beispielen für IoT-Anwendungen ist bereits heute lang. Diese Systeme, in Kombination mit dem Ansatz des Edge Computing, eröffnen neue Möglichkeiten für die dezentrale Datenverarbeitung.

Ein interessanter Punkt ist ausserdem die Automatisierung von Prozessen. In diesem Zusammenhang zeigt die Praxis vielfach die effektive Umsetzung von Edge Computing und IoT. Das trifft zum Beispiel auf die Integration von Systemen abseits der typischen IT-Umgebung zu.

So kommen Edge Systeme mit IoT bereits im Facility-Management zum Einsatz. Selbst Objekte wie Papierhandtuchspender oder Mausefallen sind über IoT und Edge Computing in Netzwerke integriert. Es gibt für Edge Computer jedoch noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten abseits von IoT.

Mit einem solchen System steuerst du beispielsweise digitale Werbeflächen oder Informationstafeln. Auch diese befinden sich am Rand der Infrastruktur. Als DooH-Computer verbindet ein Edge System diese Anzeigesysteme mit der IT. Auf diesem Weg ist die Fernsteuerung möglich, was die Funktionalität und Servicequalität anhebt.

 

Integration von Edge Computern in die Netzwerkstrukturen

Eine zentrale Funktion der Edge Computer ist die Kommunikation. Die gesammelten und aufbereiteten Informationen schickt das System über Netzwerke an das Ziel. Dies ist einer der Kernpunkte im Konzept von Edge Computing. Deshalb ist der Punkt der Integration in die Netzwerke besonders wichtig.

Projekte stehen und fallen mit der Fähigkeit und Zuverlässigkeit der digitalen Datenübertragung. Eine kabelgebundene Verbindung ist nicht immer möglich. Gerade im Bereich IoT und Edge Computing befinden sich die Systeme oftmals abseits der zentralen Netzwerkstrukturen.

Dann ist die Anpassungsfähigkeit des Edge Computers gefragt. Deshalb besitzt der PrimeMini IoT nicht nur einen herkömmlichen Ethernet-Anschluss, sondern auch WLAN und Bluetooth. Dies gibt dir alle Freiheiten, den PrimeMini IoT in das Netzwerk einzubinden.

 

Einsatzmöglichkeiten für Edge Computer

PrimeMini IoT

Die kompakten Systeme sind nicht nur im Umfeld von IoT nutzbar. Ein PrimeMini IoT oder PrimeMini 5 bringt alle Voraussetzungen für den Einsatz als Thin Client mit. Solche Systeme sind in vielen Bereichen eine sinnvolle Alternative. Hier kommen vor allem der niedrige Energieverbrauch, die kompakten Abmessungen sowie die Lautlosigkeit zum Tragen.

An Rezeptionen oder im Einzelhandel kombiniert ein solches System die Leistungsfähigkeit eines Arbeitsplatzrechners mit den Vorteilen eines Thin Client. Deine Kunden werden nicht von der Lautstärke von Lüftern oder dem Anblick eines grossen PCs gestört. Gleichzeitig hast du Zugang zu Cloud-Anwendungen, Software und weiteren Eigenschaften eines vollwertigen Rechners.

 

Edge Gateways – die Schnittstelle zwischen dem IoT und der klassischen IT

Edge Gateways – die Schnittstelle zwischen dem IoT und der klassischen IT

IoT verlässt oftmals die Grenzen der klassischen IT. Hier liegt eine der Stärken des Konzepts. IoT bringt Anwendungen und Daten in eine digitale Form, die normalerweise nicht mit der IT kompatibel sind. Edge Computer spielen in diesem Bereich eine zentrale Rolle und übernehmen wichtige Funktionen.

So vernetzen IoT und Edge Computing physische und virtuelle Gegenstände miteinander. Hierbei wird häufig auch von einem Edge Gateway gesprochen. Der Edge Computer übernimmt gleichzeitig die Funktion eines Vermittlungsgeräts zwischen Netzwerken. Ohne diesen Gateway sind die verschiedenen Netze nicht kompatibel. Dies liegt an unterschiedlichen Protokollen oder Gerätestandards.

Auch hier gibt es viele Anwendungsbeispiele aus der Praxis. Sensoren beispielsweise existieren in vielen Bereichen. Sie führen ihre Messungen an Ort und Stelle durch und stellen die Ergebnisse auch nur dort bereit. Ein gutes Beispiel sind Temperatur- oder Füllstandmesssensoren. Normalerweise verfügen diese Sensoren über keine Schnittstellen für die Integration in Netzwerke.

Verbunden mit einem Edge Computer hingegen verwandeln sich diese klassischen Sensoren in intelligente IoT-Devices. Der Computer dient als Edge Gateway und nimmt die Daten auf. Eine Weiterverarbeitung ist ebenfalls direkt vor Ort möglich. So kann im Falle eines Temperatursensors der Edge Computer überprüfen, ob die Werte in einem vordefinierten Rahmen bleiben.

Der Edge Gateway überträgt die gesammelten Informationen dann in die Cloud. Dort stehen diese Daten faktisch in Echtzeit zur Verfügung. In Kombination mit einer Anwendung stehen auch andere Anwendungsoptionen offen. So kannst du einen Alarm senden lassen, wenn ein Sensor Werte ausserhalb der Toleranzgrenzen misst.

 

Kreativität und Innovation sind mit Edge Computern Realität

In der modernen IT sind mit einem Edge Computer wie dem PrimeMini IoT sehr viele individuelle Einsatzbereiche möglich. Hier sind die Kreativität deines Unternehmens und deiner IT-Abteilung gefragt.

Wichtig ist, ein Auge für die Einsatzmöglichkeiten zu haben. Überall dort, wo Prozesse abseits der IT-Strukturen ablaufen, lohnt sich eine Überprüfung. Eventuell ist es möglich, diese über einen Edge Computer zu digitalisieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die individuelle Softwareentwicklung.

Mit Low- oder No-Code-Plattformen entstehen in kürzester Zeit personifizierte Anwendungen. Gerade im Bereich von Edge Computing ist es sehr einfach, solche Anwendungen mit eigenen Mitteln zu erstellen. Oftmals benötigt eine solche App nur wenige Funktionen, um exakt das zu liefern, was du benötigst.

 

Edge Computing und Microsoft Azure

Edge Computing und Microsoft Azure

Das Konstrukt des Edge Computing wird durch eine zentrale Software vollständig. Diese übernimmt die Organisation der Strukturen sowie die Datenverwaltung. Mit Azure bietet Microsoft exakt eine solche Plattform.

Azure bringt die notwendigen Tools für die lokale Datenverarbeitung, latenzempfindliche Datenanalysen und Mediendienste sowie IoT-Anwendungen mit. Über Azure sind ausserdem Echtzeitanalysen möglich.

Das Rollout von Anwendungen auf dem Edge Computer erfolgt über Azure. Hierfür dienen Container. So ist eine zentrale Steuerung und Kontrolle der Edge Systeme über Azure möglich. Darüber hinaus schlägt Azure die Brücke zu einer der nächsten Revolutionen der IT-Welt, und zwar der künstlichen Intelligenz.

So organisiert Azure einerseits Kommunikation zwischen Maschine und Maschine. Andererseits bringt die Plattform auch Möglichkeiten für die Integration von AI und Machine Learning mit. Dies erlaubt beispielsweise die adaptive Wartung anhand von Rückmeldungen des Edge Systems.

Der PrimeMini IoT von Prime Computer verfügt über eine Azure IoT Edge Zertifizierung. Somit ist der PrimeMini IoT eine ideale Plattform für eine Edge-Infrastruktur auf Basis von Microsoft Azure. Wenn du dich für Edge Computing interessierst, dann tritt jetzt in Kontakt mit Prime Computer.

 

Die Edge Plattformen von Prime Computer

PrimeMini_5

Im Portfolio von Prime Computer findest du Plattformen, die auf die Anforderungen im Edge Computing ausgelegt sind. Zu diesen gehört in erster Linie der PrimeMini IoT. Der kompakte PrimeMini IoT ist für den Einsatz im Edge Computing prädestiniert.

Das komplette System misst nur 17,7 mal 3,4 mal 11,4 Zentimeter. Dies erlaubt die Installation in Bereichen, wo nur wenig Platz zur Verfügung steht. Zusätzlich ist eine VESA Halterung vorhanden. Dies erlaubt die Anbringung an der Rückseite eines Monitors. Für den PrimeMini IoT spricht ausserdem die Sparsamkeit.

Das System wurde mit dem Fokus auf einen besonders energieeffizienten Betrieb konzipiert. So hat der Prozessor eine Verlustleistung (TDP) von sechs Watt, sodass der PrimeMini IoT selbst unter Volllast sparsam ist. Edge Computer sollen möglichst wartungsarm sein.

Auch hier punkten PrimeMini IoT und PrimeMini 5 mit ihrem lüfterlosen Konzept. Dadurch wird auf mechanische Bauteile, die störungsanfällig sind, verzichtet. Das geschlossene Vollaluminiumgehäuse ist ein weiterer Vorteil im Edge Computing. So sind die Systeme schmutzresistent, was die Komponenten im Inneren vor Staub schützt.

Die Vorteile des PrimeMini IoT im Edge Computing:

  • vielseitig einsetzbar dank des kompakten Gehäuses
  • komplett geräuschlos aufgrund des lüfterlosen Konzepts
  • Azure IoT Edge Zertifizierung
  • Citrix Zertifizierung
  • niedrige laufende Kosten dank hoher Energieeffizienz
  • zuverlässig im Betrieb, da keine mechanischen Bauteile vorhanden sind
  • flexible Integration in Netzwerke
  • umweltfreundlich und somit passend zu einer Green IT-Strategie
  • robust und schmutzresistent durch das geschlossene Aluminiumgehäuse
  • VESA Halterung erlaubt vielseitige Installation

 

Leistung – oft nicht der wichtigste Faktor beim Edge Computing

PrimeMini IoT

Bei Computern wird immer ein Blick auf die maximale Leistungsfähigkeit geworfen. Im Mittelpunkt steht hier die CPU-Leistung. Dieser Faktor beim Edge Computing weniger kritisch als in den meisten anderen Bereichen.

Wichtiger ist es, exakt die Leistungsfähigkeit bereitzustellen, die benötigt wird. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Leistungsaufnahme auf. Dieser Punkt steht bei Edge Computern im Vordergrund. Sparsame Systeme senken die Kosten im Betrieb.

Moderne Prozessoren wie die aus der Intel Celeron-Serie im PrimeMini IoT bringen für Anwendungen im Edge Computing ausreichend Leistung mit. Die Mehrkernprozessoren sind in der Lage, zwei oder mehr Aufgaben simultan auszuführen, ohne an die Leistungsgrenzen zu gelangen.

Benötigst du mehr CPU-Power, dann steht dir der PrimeMini 5 als Option zur Verfügung. Für den PrimeMini 5 stehen Prozessoren aus der Intel Core-i-Serie zur Auswahl. Diese verfügen über bis zu vier CPU-Kerne und acht Threads und sind für das Multitasking ausgelegt.

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