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Im letzten Jahr wurden weltweit über 327 Millionen Stück PCs abgesetzt (Quelle: Statista.com). Experten prognostizieren für die kommenden Jahre ähnliche Absatzzahlen. Die hohe Zahl ist aber nicht verwunderlich: Kaum ein Arbeitsplatz kommt ohne digitales Endgerät aus, und jeder von uns nutzt auch privat Geräte, in denen PC-Komponenten integriert sind. Eine stetig steigende Produktion von PC-Geräte bei immer weniger vorhandener Ressourcen rückt das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in den Mittelpunkt der Verbraucher. Nachhaltige Hersteller von IT-Hardware gewinnen an gesellschaftlicher Relevanz, aber gleichzeitig wird es immer unübersichtlicher herauszufinden, welche Anbieter wirklich grüne IT-Produkte anbieten.  

In diesem Blogpost gehen wir der Frage nach, was wirklich nachhaltige IT-Hardware (Green-IT) genau ist und geben dir einen Leitfaden mit an die Hand, durch den du Hersteller erkennst, die nicht nur ressourcenschonende und energieeffiziente Produkte anbieten, sondern auch ihr gesamtes Geschäftsmodell nach nachhaltigen Leitlinien ausgerichtet haben.

think green

Was ist Green-IT?

Hinter dem Begriff Green-IT steckt eine spezielle Kategorie umweltverträglicher, hochqualitativer und langlebiger IT-Hardware. Die vorhandenen Ressourcen möglichst schonend zu nutzen, ist der Grundgedanke hinter Green-IT. Damit sich ein Produkt als «Green-IT-Hardware» bezeichnen lassen kann, müssen sich die Nachhaltigkeitsmassnahmen über den gesamten Lebenszyklus des Produkts erstrecken – von recyclebaren Ausgangsmaterialien, über langlebige, austauschbare und reparierbare Komponenten bis hin zur Entsorgung der Geräte und einem Second Life Programm. 

 

Merkmale eines Green-IT Herstellers

Ein in vollem Masse nachhaltiger Hersteller von IT-Hardware bietet nicht nur umweltverträgliche Produkte an, sondern richtet seine gesamten Geschäftsaktivitäten an nachhaltigen Leitlinien aus, die sich auf jeden Bereich der Firma auswirken. Seien es Mitarbeiter, Events, Firmenautos oder Recycling – ein Hersteller, der sich über seine Produkte hinaus engagiert kann auch wirklich einen gesellschaftlichen Wandel anstossen. Eine besondere Rolle spielen dabei die Mitarbeiter und deren Führungspersonen. Es gilt, eine positive, zielgerichtete und transparente Atmosphäre  zu  schaffen,  damit  ein  guter  Nährboden für soziale und ökologische Auswirkungen entsteht. 

Darkgreen, lightgreen, brown guide

Dunkelgrün, Hellgrün, Braun:  

Diese Kategorisierung hilft dir, wirklich nachhaltige IT-Hersteller zu identifizieren. 

Eine Möglichkeit herauszufinden, ob ein IT-Hersteller genug nachhaltig wirtschaftet oder nur ein «grünes Label» verwendet, um mehr Umsatz zu generieren, ist die Bewertungshilfe „Dunkelgrün – Hellgrün – Braun“. 

Mithilfe dieser Kategorien, die wir nachfolgend erklären, lässt sich ganz einfach bewerten, ob ein IT-Hersteller sich um eine echte Green-IT-Firma handelt, ob er eventuell nur in manchen Bereichen nachhaltig agiert, oder ob das Geschäftsmodell des Herstellers Nachhaltigkeit vollständig vernachlässigt.  

Dabei werden drei Aspekte besonders unter die Lupe genommen: das Geschäftsmodell des Herstellers, dessen Unternehmenskultur und -kommunikation sowie Nachweise nachhaltiger Produktion und natürlich die Umweltverträglichkeit der Produkte.  

 

Dunkelgrün: Der einzig wirklich nachhaltige Green-IT-Hersteller 

Die dunkelgrüne Kategorie ist die höchste Kategorie, in der ein IT-Hardware-Hersteller klassifiziert werden kann. Damit ein Unternehmen sich als «dunkelgrün» bezeichnen kann, gilt es einige Anforderungen zu erfüllen. So muss beispielsweise Nachhaltigkeit in der DNA des Unternehmens verankert sein, was beispielsweise aus dessen Unternehmenswerten herauszulesen ist. Nachhaltigkeit sollte sich allerdings nicht nur auf die transparente Unternehmenskommunikation beschränken, sondern einen integralen Bestandteil der Strategie und des Geschäftsmodells des Herstellers darstellen. Nachhaltigkeit auf dem Papier nutzt aber nichts, solange die Worte nicht in die Tat umgesetzt werden. Daher solltest du zudem darauf achten, dass ein «dunkelgrüner» IT-Hardware-Hersteller sich auf ökologischer und ethischer Ebene zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen verpflichtet und nach den dementsprechenden Richtlinien handelt. Essenziell ist jedoch auch, dass das Unternehmen Produkte anbietet, die besonders qualitativ-hochwertig sind und hohe Umweltstandards erfüllen. Du erkennst solche Produkte beispielsweise daran, dass sie klimaneutral sind und dass die Produkte eine lange Garantie aufweisen.  Diese Eigenschaften garantieren dir auch einen langen Produktlebenszyklus, weswegen du dir sicher sein kannst, dass du ein besonders umweltverträgliches Produkt besitzt.  

Was einen IT-Hersteller “Dunkelgrün» macht:  

2207 Recognize Sustainable IT-Hardware

Hellgrün: Gut gemeint, aber letztlich doch am Ziel vorbei 

In der hellgrünen Kategorie befinden sich Hersteller, die in bestimmten Unternehmensbereichen schon nachhaltige Massnahmen gesetzt haben. Allerdings sind deren Auswirkungen bei weitem zu gering, als dass die Aktivitäten und Produkte des Unternehmens einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft haben könnten. Vorrangig wird nur das Nötigste umgesetzt, damit das Label «nachhaltig» in der Unternehmenskommunikation verwendet werden kann. Unternehmen, die in der Kategorie «hellgrün» operieren, befassen sich mit der Reduktion des CO2-Fussabdrucks in Scope 1 und 2. Da ihre Emissionen in Scope 3 allerdings noch nicht kompensiert sind, bleibt der CO2-Aussstoss des Unternehmens beträchtlich hoch – 90 % der Emissionen fallen nämlich im Schnitt in Scope 3 an. Viele Hersteller von IT-Produkten werben mit Umwelt- und Naturschutz, da dies Themen darstellen, die den Menschen immer wichtiger werden. Leider sind die meisten Produkte, die als «nachhaltig» und «grün» vermarktet werden, bei weitem nicht so umweltfreundlich, wie es die Hersteller kommunizieren.  

Was einen IT-Hersteller “Hellgrün» macht: 

  • Emissionen in Scope 1 und 2 kompensiert  
  • Emissionen in der Lieferkette (Scope 3) werden ausser Acht gelassen – hier fallen allerdings die meisten an 
  • Transparente Kommunikation bezüglich CO2-Fussabdrucks inkl. Berichtserstellung 
  • Verwendung nachhaltiger Materialien und Verpackungen 
  • Second Life Programm und akkreditierte Wiederverwendung von PC-Komponenten 

 

Braun: Wenn dir die Umwelt am Herzen liegt, lass die Finger von diesen Produkten! 

Bei Herstellern von IT-Produkten der Kategorie „braun“ ist Nachhaltigkeit nicht im Geschäftsmodell verankert. Es gibt keine transparente Kommunikation, wie viel CO2e die Hardware bei der Herstellung und in den nächsten fünf Betriebsjahren verbrauchen wird und auch gibt es keine eindeutigen Ambitionen in Richtung Klimaschutz.   

Was einen IT-Hersteller “Braun» macht: 

  • Keine Anstrengungen, irgendwelche Klimaschutzmassnahmen einzuführen oder ressourcenschonende IT-Hardware anzubieten 
sustainable it

Fazit

Nicht überall, wo „grün“ oder „nachhaltig“ draufsteht, wird auch umweltschonend gewirtschaftet. Leider gibt es bislang noch keine Zertifizierung, die es dir erlaubt, auf einen Blick zu erkennen, ob es sich bei einem IT-Hersteller um eine Firma handelt, die wirklich im Sinne der Nachhaltigkeit und damit sozialen und ökologischen Verantwortung agiert. Hier gilt es also, kritisch die Praktiken des IT-Herstellers unter die Lupe zu nehmen (z. B. dessen Kommunikation auf der offiziellen Website zu prüfen) und nach Anhaltspunkten Ausschau zu halten, die eine verbindliche Einhaltung von Umweltschutzmassnahmen belegen. Der Leitfaden „Dunkelgrün – Hellgrün – Braun“ kann dich dabei unterstützen, den richtigen Hersteller von echter Green-IT-Hardware auszumachen.  

 

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  • Damit ein Produkt als „Green IT-Hardware“ bezeichnet werden kann, müssen sich die Nachhaltigkeitsmaßnahmen über den gesamten Lebenszyklus des Produkts erstrecken.
  • Ein vollständig nachhaltiger IT-Hardware-Hersteller richtet alle seine Geschäftsaktivitäten an nachhaltigen Richtlinien aus, die alle Aspekte des Unternehmens betreffen.
  • Mit dem Bewertungstool „dunkelgrün – hellgrün – braun“ lässt sich leicht beurteilen, ob ein IT-Hersteller ein echtes Green-IT-Unternehmen ist, ob er nur in Teilbereichen nachhaltig wirtschaftet oder ob das Geschäftsmodell des Herstellers die Nachhaltigkeit komplett vernachlässigt.
  • Untersucht werden vor allem drei Aspekte: das Geschäftsmodell des Herstellers, seine Unternehmenskultur und -kommunikation sowie der Nachweis einer nachhaltigen Produktion und natürlich die Umweltverträglichkeit der Produkte.
  • Die dunkelgrüne Kategorie ist die höchste Kategorie, in die ein IT-Hardwarehersteller eingestuft werden kann.
  • In die hellgrüne Kategorie fallen Hersteller, die in bestimmten Bereichen ihres Unternehmens bereits nachhaltige Maßnahmen umgesetzt haben, deren Auswirkungen aber noch viel zu gering sind, als dass die Aktivitäten und Produkte des Unternehmens einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft hätten.
  • Bei Herstellern von IT-Produkten der Kategorie „braun“ ist die Nachhaltigkeit nicht im Geschäftsmodell verankert
Nachhaltigkeit Berge Swiss Mountains

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